Abfall, Natur & Umwelt

Service & Themen

Bürgertelefon zum Thema Geflügelpest

Für Fragen rund um das Thema Geflügelpest hat das Landratsamt ein Bürgertelefon eingerichtet. Sie können sich zu den üblichen Dienstzeiten an folgende Nummer wenden:

Tel. 09161 92-290

Allgemeine Stallpflicht für Geflügel wird aufgehoben

Das Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim hebt mit Wirkung zum 18. März 2017 die Verpflichtung zur Aufstallung von Nutztiergeflügel sowie das Verbot von Ausstellungen, Märkten und Veranstaltungen bei denen Geflügel und gehaltene Vögel anderer Arten verkauft, gehandelt oder zur Schau gestellt werden auf.

Die mittels Allgemeinverfügungen angeordneten beiden Aufhebungen gelten für das gesamte Kreisgebiet. Die empfohlenen sogenannten "Biosicherheitsmaßnahmen" gelten allerdings weiter. Damit soll verhindert werden, dass Wildtiere Influenza-Viren auf Nutztiere und umgekehrt übertragen können. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat hierzu speziell für Tierhalter ein Merkblatt erarbeitet. Das Merkblatt und weitere Informationen sind unter folgendem Link abrufbar: http://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/et_merkblatt_gefluegelhalter.htm.

Die Stallpflicht und das Verbot wurden Ende November 2016 notwendig, um eine Ausbreitung der Geflügelpest (Vogelgrippe) zu verhindern. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hatte damals alle Landratsämter und kreisfreien Städte in Bayern aufgefordert, entsprechende Schutzmaßnahmen umzusetzen.

Im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim konnte anfangs Januar 2017 in einem kleinen Hobbygeflügelbestand in der Nähe von Burgbernheim das hochpathogene Influenza-A-Virus vom Subtyp H5N8 nachgewiesen werden. Der betroffene Bestand wurde vom Veterinäramt gesperrt. Der Geflügelbestand mit knapp 20 Tieren musste getötet werden.

Nach den Bestimmungen der amtlichen Geflügelpestverordnung mussten im Umfeld des betroffenen Bestandes sogenannte Restriktionszonen eingerichtet werden. Neben der Einrichtung eines Sperrbezirkes (Radius von ca. drei km um den betroffenen Bestand) wurde zusätzlich ein Beobachtungsgebiet (Radius von ca. drei bis ca. zehn km um den betroffenen Bestand) angeordnet. Innerhalb dieser behördlich festgelegten Zonen haben besondere Ge- und Verbote (z. B. Aufstallgebot; Geflügel und Federwild dürfen weder aus dem noch in den Bestand verbracht werden; für Futtermittel gilt nur ein Ausfuhrverbot; Geflügelausstellungen oder -märkte sind verboten) gegolten. Die Restriktionszonen konnten am 18. Februar 2017 aufgehoben werden, nachdem an die 130 Geflügelbestände vom Veterinäramt des Landratsamtes überprüft wurden.

Weiterführende Informationen des Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)