Landratsamt Neustadt a.d.Aisch

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Ausstellung Wildkatzen

Im Foyer des Landratsamts bis zum 22. März 2019
Eröffnung der Ausstellung "Wildkatzen"

Von links: Vorsitzende Karin Eigenthaler, Angelika Bader von der Unteren Naturschutzbehörde, Landrat Helmut Weiß und Koordinatorin Moni Nunn bei der Ausstellungseröffnung.

Eine seltene und scheue Waldbewohnerin wird seit einigen Jahren wieder vermehrt in Bayern nachgewiesen: die Europäische Wildkatze. Eine Ausstellung des Bundes Naturschutz im Foyer des Landratsamts informiert bis Freitag, 22. März 2019 über die Biologie, Lebensraumansprüche und Verbreitung dieses interessanten Tieres.

Mitte des letzten Jahrhunderts galt die Europäische Wildkatze in Bayern und Baden-Württemberg als ausgestorben. Durch ein Wiederansiedlungsprojekt des Bundes Naturschutz zwischen 1984 und 2009 konnte die Wildkatze in einigen Wäldern Nordbayerns wieder Fuß fassen. Dazu kommt vermutlich eine natürliche Einwanderung aus dem Norden, vor allem wohl aus Thüringen und Hessen.

In den Jahren 2013 bis 2015 hat der Bund Naturschutz zahlreiche Wälder in Bayern auf die Anwesenheit von Wildkatzen hin untersucht. Mit großem Erfolg: In vielen Regionen wurden erstmals seit etwa einem halben Jahrhundert wieder Wildkatzen nachgewiesen. Auch im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim wurde das Vorkommen von Wildkatzen durch Haaranalysen bestätigt. Um die bekannten Vorkommen zu bestätigen und in der Hoffnung, neue Verbreitungsgebiete zu finden, wird aktuell diese "Wildkatzen-Erfassung" wiederholt. Die Kreisgruppe Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim des Bundes Naturschutz beteiligt sich mit ca. 30 Freiwilligen an diesem Projekt und kontrolliert gut 15 Untersuchungsgebiete im Landkreis mit Messstationen.

Dabei kommt die sogenannte Lockstock-Methode zum Einsatz. Lockstöcke sind mit einer Baldriantinktur eingesprühte Holzpflöcke, deren Geruch die Katzen anlocken. Sie werden im Wald nach einem speziellen Muster gesetzt und regelmäßig durch die ehrenamtlichen Lockstockbetreuer überprüft. Wenn sich die Tiere am Lockstock reiben, bleiben an der rauen Oberfläche Haare hängen, die eingesammelt und anschließend im Labor der Wildtiergenetik analysiert werden. Die Aktion begann im Landkreis Anfang Februar und endet nach acht wöchentlichen Kontrollen Anfang April 2019. Die Lockstockbetreuer sind Aktive im Bund Naturschutz, Forstleute, Jäger und Waldbesitzer.

Die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes in Neustadt a.d.Aisch ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundes Naturschutz und der Unteren Naturschutzbehörde. Landrat Helmut Weiß lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, diese zu besuchen.

Sie ist zu folgenden Zeiten zugänglich:

Mo.- Fr. 08:00 - 12:00 Uhr
Mo. + Di. 14:00 - 16:00 Uhr
Do. 14:00 - 17:30 Uhr

Für Schulklassen werden spezielle Führungen angeboten. Anfragen dazu nimmt die Kreisgeschäftsstelle des Bundes Naturschutz unter Tel. 09161 5896 entgegen.