Landratsamt Neustadt a.d.Aisch

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Plastiktüten

Vermeiden statt ersetzen

Plastiktüte und die Alternativen

Lebensmittel-, Drogerie- und sonstige Einkäufe sollen möglichst umweltbewusst von der Einkaufsstätte nach Hause gebracht werden. Alternativen zu den üblichen Plastiktüten gibt es, doch wie gestaltet sich der Transport umweltfreundlich? Jedes Jahr wächst der Berg an Abfällen – vor allem der Abfälle, welche als Verpackungen gelten. Dies liegt unter anderem daran, dass immer mehr Produkte in Einwegverpackungen gekauft werden. Auch die Plastiktüte – in jeder Art und Form – ist nahezu zu einem Symbol der Wegwerfgesellschaft geworden, wobei gerade diese gar nicht genutzt werden muss bzw. kein reines Einwegprodukt sein muss.

Papiertüten oder Baumwollbeutel?
Papiertüten sehen zwar um einiges umweltfreundlicher aus, sind aber aus ökologischer Sicht nicht gleich besser als eine normale Kunststofftüte. Der Großteil der handelsüblichen Papiertüten sind aus Frischfasern und nur die wenigsten tatsächlich aus echtem Altpapier. Die Herstellung von Frischfasern für Papiertüten ist äußerst energieaufwendig, außerdem wird für eine möglichst stabile Papiertüte sehr viel Material benötigt. Wenn nun an der Kasse auf eine Papiertüte ausgewichen werden muss, sollte auf der Tüte möglichst der Blaue Engel abgebildet sein. Dieser zeigt, dass das Produkt zu mindestens 80 % aus recyceltem Material besteht.

Baumwollbeutel als Alternative
Eine gute Alternative zur Plastiktüte ist der Baumwollbeutel oder gar der Einkaufskorb. Bei der Alternative Baumwollbeutel muss allerdings darauf geachtet werden, dass dieser so oft wie nur möglich genutzt wird. Für die Produktion von Baumwolle ist eine hohe Menge an Wasser notwendig, was die Ökobilanz bei geringer Nutzung entsprechend verschlechtert. Es macht daher keinen Sinn, beim Einkauf aus schlechtem Gewissen zur Baumwolltasche statt zur Plastiktüte zu greifen und anschließend die Stoffbeutel zu Hause zu horten. Bei der Auswahl an Stoffbeuteln ist es empfehlenswert, auf fair angebaute Bio-Baumwolle zu achten.

Umweltbewusstes Einkaufen
Mit einigen einfachen Regeln lassen sich Einwegtüten vermeiden. Beim Einkaufen immer eigene Taschen, Rucksäcke oder Körbe mitnehmen. Sollte doch mal eine Einwegtüte nötig sein – egal ob aus Plastik oder Papier – gilt: Die Tüte so oft wie nur möglich wieder benutzen. Und selbst wenn diese zu verschmutzt ist, kann sie noch immer als Müllbeutel verwendet werden. In keinem Fall sollte sie in der Natur entsorgt werden! Ganz gleich, welches Material: keine Berge an Tüten oder Beuteln anhäufen. Denn nur bei mehrfacher Nutzung können die Alternativen zu Plastiktüten ökologisch besser als diese sein. Ein Reservebeutel im Kofferraum des Autos bewahrt vor neuen Käufen von Plastiktüten, Papiertüten oder Stoffbeuteln. Nach dem Einkauf aber darauf achten, dass der Reservebeutel auch wieder im Auto landet.