Landratsamt Neustadt a.d.Aisch

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Aischquelle fließt wieder

Im Quelltopf der Aischquelle ist wieder Wasser.

Anfang März 2020 fand erneut ein Runder Tisch Aischquelle statt. Landrat Helmut Weiß hatte dazu die Vertreter des Bergamtes Nordbayern, des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach, der Firma Knauf, des Instituts Umwelttechnik Mainfranken sowie die Bürgermeister von Burgbernheim, Bad Windsheim und Illesheim eingeladen.

Großes Einzugsgebiet der Quelle
Die Runde nahm zunächst das vom Bergamt angeordnete und weitgehend fertiggestellte Dammbauwerk im Tagebau der Firma Knauf in Augenschein, das erste positive Wirkungen zeigte. Danach erläuterte das von den Fachbehörden beauftragte Institut die ersten Ergebnisse aus den Untersuchungen der fünf neu errichteten Grundwassermessstellen. Der Chemismus des Wassers der Aischquelle ist zum Teil ähnlich mit dem Grundwasser im Gebiet zwischen Aischquelle und dem Gipsabbau, aber nicht identisch. Dies legt den Schluss nahe, dass das Einzugsgebiet der Aischquelle noch größer ist, als der von den Grundwassermessstellen erfasste Bereich.

Damm lässt Grundwasser steigen
Nach den vorliegenden Daten besteht ein hydraulischer Zusammenhang zwischen dem Tagebaugebiet und der Aischquelle. Durch das Wasser, das seit Januar dem Bergbau von Osten her massiv zufloss, war die Aischquelle hydraulisch beeinträchtigt. Durch das nahezu fertige Dammbauwerk konnte am 27. Februar 2020 der Zulauf des Wassers von Osten her gestoppt werden. Weiter stiegen darauf die Wasserstände in den jeweiligen zusammenhängenden Grundwassermessstellen an und auch im Quelltopf der Aischquelle ist wieder Wasser. Landrat Helmut Weiß freute sich, dass das Dammbauwerk Wirkung zeigt und im Quelltopf der Aischquelle wieder Wasser ist. "Es muss aber ein engmaschiges Monitoring weiterbetrieben werden", forderte der Landrat und kündigte an Ende März 2020, wenn das Dammbauwerk endgültig fertig ist und eine noch umfassendere Datenreihe der Messstellen vorliegt, die Fachbehörden erneut zum Runden Tisch einzuladen.