Landratsamt Neustadt a.d.Aisch

Amt & Verwaltung

Aktuelles

Verzicht auf Weihnachtsmärkte

Konsens bei Austausch mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern

Wegen der sich nahezu ungebremst zuspitzenden Corona-Lage hat Landrat Helmut Weiß die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis kurzfristig zu einer gemeinsamen Videokonferenz eingeladen, bei welcher vor allem die nun anstehenden Weihnachtsmärkte im Fokus standen. Sowohl der Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Ralf Keller, wie auch der Vorstand der Kliniken des Landkreises, Stefan Schilling, schilderten den Anwesenden den Ernst der derzeitigen Lage. 

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt geradezu explodiert, betrug die Gesamtzahl der labordiagnostisch bestätigten Fälle am 1. November 2021 noch 5425 liegt diese zwischenzeitlich bei 6205 mit 472 aktiven Fällen (Stand Mittwoch, 17. November 2021). Im Bereich der Kliniken ist die Situation im gesamten Großraum auf das äußerste angespannt, die Belastungen der Krankenhäuser mit zusätzlich zu versorgenden COVID-Patienten im Intensivbereich und einer bayernweit weiterhin zunehmenden Zahl ebendieser, ist enorm. Diese extreme Belastung spiegelt sich auch in der Klinik in Neustadt a.d.Aisch wider, wo derzeit, Stand Mittwoch, vier COVID-Patienten beatmet werden müssen und darüber hinaus weitere 14 Personen auf der Isolierstation in der Klinik zu versorgen sind.

Vor dem Hintergrund der Entwicklungen appelliert Landrat Helmut Weiß: "Die Lage ist absolut dramatisch. Die Kliniken und hier ist natürlich nicht nur unser Landkreis betroffen, bewegen sich rasend auf eine Situation zu, die schlichtweg nicht mehr geleistet werden kann. Ein solcher Kollaps bedeutet, dass Patientinnen und Patienten unter Umständen dann nicht mehr die Versorgung erhalten können, die sie eigentlich benötigen. Hiervon werden dann nicht nur mögliche COVID-Patienten betroffen sein, sondern alle Bürgerinnen und Bürger, die, aus welchen Gründen auch immer, auf eine intensivmedizinische Versorgung angewiesen sind. Ich appelliere eindringlich, lassen sie uns auf Veranstaltungen und vor allem die anstehenden Weihnachtsmärkte verzichten. Wo es uns möglich ist, sollten Kontakte wieder auf ein Mindestmaß reduziert werden, damit wir dieser vierten Welle noch die brutale Wucht nehmen können, die sie derzeit hat. Auch wenn wir uns alle wieder mehr Normalität wünschen, gerade auch jetzt in der anstehenden Vorweihnachtszeit, ist das der richtige Weg, vor allem um der enormen und momentan weiter steigenden Belastung in den Krankenhäusern entgegenzuwirken."

Bei dem gemeinsamen Austausch herrschte zwischen den Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Konsens, dass in Anbetracht der sich durch Corona verschlimmernden Lage in den Krankenhäusern, aus Solidarität mit dem dortigen Pflegepersonal und zum Schutz der Bevölkerung die Landkreisgemeinden auf die Durchführung klassischer Weihnachtsmärkte verzichten, wo möglich können dezentral kleinere Einheiten errichtet werden, Alkohol soll nicht ausgeschenkt werden