Landratsamt Neustadt a.d.Aisch

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Viruslast reduzieren

Gurgeln trägt zur Desinfektion bei

Als ebenso simplen wie sinnvollen Baustein in der Prävention einer Covid-19-Erkrankung nennt die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene neben den Abstandsregeln und der Händehygiene die Mundspülung durch Gurgeln. Das Gesundheitsamt des Landkreises schließt sich dieser Empfehlung an.

Vor zahnärztlichen oder HNO-ärztlichen Eingriffen wird die Mundspülung durch Gurgeln seit Längerem praktiziert und auch bei Untersuchungen der Atemwege trägt das Gurgeln zur Desinfektion bei. In der Corona-Pandemie können sich die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Landkreises eine Anwendung als zusätzlichen Schutz vor einer Ansteckung auch im privaten Bereich vorstellen, zum Beispiel vor Anlässen wie dem geplanten Besuch eines Pflegeheims oder dem Essen im Restaurant. "Durch geeignete Spül- und Gurgellösungen wird die Viruslast an der Ein- beziehungsweise Austrittspforte der Viren im Mund-Nasen-Rachenraum nachweislich reduziert", betont Dr. Sandra Städtler, Ärztin am Gesundheitsamt. Das Gurgeln könne somit eine vorbeugende Wirkung entfalten, beziehungsweise die Virenlast in einem frühen Stadium senken.

Das Risiko einer Infektion könne dadurch schätzungsweise für eine halbe bis eine Stunde herabgesetzt werden. Empfohlen werden als Gurgellösung Mundwässer auf Basis ätherischer Öle (mit oder ohne Alkohol) oder Salbeiextrakt, alternativ kommen grüner Tee, Salbeitee oder Kochsalz-Lösung in Frage. Eine optimale Wirkung erreicht man laut Deutscher Gesellschaft für Krankenhaushygiene, indem man mit 20 Milliliter Spüllösung für mindestens 30 Sekunden gurgelt, besser ist eine Minute. Anschließend sollte die Lösung nicht geschluckt, sondern vorsichtig ausgespuckt werden. Mundwässer mit ätherischen Ölen sind unverdünnt anzuwenden.

Auf Grund ihrer hohen Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 und der Senkung der Viruslast bei SARS-CoV-2-Infizierten sind dabei Mundwässer auf Basis ätherischer Öle zu favorisieren, alternativ kann auch Salbeiextrakt eingesetzt werden. Für Kinder, Personen mit Alkoholunverträglichkeit oder besonderer Schleimhautempfindlichkeit sollte darauf geachtet werden, dass die Gurgellösung keinen Alkohol enthält. Grüner Tee und Salbeitee sollten zum Gurgeln lauwarm abgekühlt werden.

Für enge Kontaktpersonen von Covid-19-Erkrankten empfiehlt sich der Ansatz einer Kochsalzlösung mit einem gestrichenen Teelöffel Kochsalz auf 100 Milliliter lauwarmes Wasser. Mit der Menge eines Schnapsglases sollte drei Minuten lang gespült und gegurgelt werden, mindestens morgens und abends, möglichst aber dreimal am Tag. Zwar kann eine Ansteckung mit dem Coronavirus durch das Gurgeln nicht völlig verhindert werden. Die Gefahr kann nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene aber deutlich verringert, beziehungsweise im Optimalfall der Verlauf einer Erkrankung abgemildert werden.