Landratsamt Neustadt a.d.Aisch

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Aktualisierung zum Katastrophenfall - Hochwasserlage

Lage leicht entspannt – Rettungskräfte und FüGK weiterhin im Dauereinsatz

Weiterhin gilt im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim der Katastrophenfall, der gestern um 16:00 Uhr aufgrund des anhaltenden Starkregens und den damit verbundenen gravierenden Auswirkungen ausgerufen wurde.

Bis tief in die Nacht hinein und heute seit den frühen Morgenstunden sind Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, weitere Rettungskräfte sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landratsamtes unermüdlich weiterhin im Einsatz.

Heute Morgen fand um 08:30 Uhr eine Lagebesprechung im Landratsamt statt. Hier wurde auch ein erstes Zwischenfazit gezogen. Eine positive Nachricht ist, dass glücklicherweise vorerst, bis voraussichtlich Sonntagnacht, kein Regen mehr fällt und die Hochwasserlage deutlich zurückgegangen ist, nichts desto trotz muss die Lage weiterhin beobachtet werden. Seit Donnerstag 21:00 Uhr bis heute Morgen 07:00 Uhr 1308 Kräfte im Einsatz, davon 1200 von den Feuerwehren, 60 vom Technischen Hilfswerk, 24 von Hilfsorganisationen sowie 24 von der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt.

Mindestens 700 Einsätze wurden gemeldet, davon sind Stand heute Morgen noch rund 100 offen und müssen abgearbeitet werden. Die Einsatzkräfte hatten und haben alle Hände voll zu tun: Weiterhin stehen Keller unter Wasser und müssen ausgepumpt werden. Während des gesamten Zeitraumes wurden Sandsäcke über eine Absackmaschine gemeinsam mit Helfern abgesackt, einmal für die unmittelbare Verwendung im Einsatz, zudem 19 Paletten als Reserve.

In Dutzenthal gibt es eine Weiherkette, an der derzeit aufgrund der Wassermassen Dämme gesichert und Wege durch Kies verstärkt werden müssen, zehntausende von Kubikmetern Wasser werden zur Entlastung abgepumpt – hier sind seit 04:00 Uhr morgens rund 35 Kräfte des THW im Einsatz, um mögliche Schäden für die angrenzenden Ortschaften abzuwenden. Das Wasserwirtschaftsamt wird im Laufe des Vormittags die Lage vor Ort kontrollieren.

Der Kreisbauhof und die Straßenmeistereien sind dabei, die gestern wegen Überschwemmung gesperrten Straßenabschnitte zu kontrollieren und gegebenenfalls wieder für den Verkehr freizugeben. Auf überschwemmten Straßenabschnitten hat es zwölf Fälle von gefährlichem Leichtsinn gegeben, als Verkehrsteilnehmer versuchten, ihre Autos durch das tiefe Wasser zu fahren und dabei liegen geblieben sind. Solche riskanten Aktionen gefährden sowohl die Gesundheit der Fahrer als auch die Gesundheit der Rettungskräfte.

Eine Wohnung in Neustadt a.d.Aisch musste gestern geräumt werden. Fünf Personen wurden in geeigneten Unterkünften in der Nähe untergebracht. Die Bewohner zweier weiterer Häuser in Neustadt a.d.Aisch haben sich freiwillig in andere Unterkünfte begeben.

Seit heute Morgen 09:00 Uhr hat das Landratsamt ein Bürgertelefon eingerichtet, das auch rege genutzt wird. Unter der Telefonnummer 09161 92-8080 können sich heute, am Samstag, 10. Juli 2021 noch bis 16:00 Uhr sowie am Sonntag, 11. Juli 2021, von 09:00 bis 14:00 Uhr betroffene Bürgerinnen und Bürger an das Landratsamt wenden.

Noch eine weitere positive Nachricht: Weder bei den Einsatzkräften, noch bei Bürgerinnen und Bürgern gab es bis Stand heute Morgen nennenswerte Verletzungen oder Tote.

Landrat Helmut Weiß: "Ich bin froh, dass die Zusammenarbeit unsere Einsatzkräfte in diesem Katastrophenfall so reibungslos funktioniert. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen Personen, die sich hier so unermüdlich einsetzen, für die geleistete Arbeit."