Landratsamt Neustadt a.d.Aisch

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Pressearchiv 2016

Notunterkunft in Uffenheim geschlossen - Scheinfeld wird in Stand-by versetzt

Nachdem die Zahlen der Neuankünfte von Flüchtlingen im Landkreis aktuell weiterhin niedrig bleiben, wird die ehemalige Notunterkunft Uffenheim endgültig geschlossen. Die Notunterkunft in Scheinfeld, die zuletzt noch fünf Personen beherbergte (Stand 14. April 2016), wird in den Stand-by-Modus versetzt.

 Das heißt, sie kann bei Bedarf jederzeit reaktiviert werden. Der Beherbergungsbetrieb in Kotzenaurach, der aufgrund der für den kleinen Ort verhältnismäßig hohen Belegungszahlen in der Kritik stand, wurde ebenfalls geschlossen.

Eineinhalb Jahre Notunterkünfte

Ein kurzer Rückblick: Im Herbst 2014 erfolgte erstmals der Auftrag der Regierung von Mittelfranken an das Landratsamt, aufgrund der stetig steigenden Flüchtlingszahlen eine Notunterkunft für Flüchtlinge zu schaffen. Damit sollten die Erstaufnahmeeinrichtungen entlastet werden. Ein geeignetes Gebäude wurde in Bad Windsheim ausfindig gemacht und am 12. November 2014 erstmals durch Flüchtlinge bezogen. Am 13. April 2015 verließen die letzten Bewohner die Notunterkunft. Nachdem im Sommer 2015 die Flüchtlingszahlen erneut stark anstiegen, wurde am 10. Juli 2015 die Notunterkunft in Uffenheim eröffnet. Mit 176 Personen war die Belegungszahl dort am 26. November 2015 am höchsten. Eine weitere Notunterkunft in Scheinfeld wurde am 26. September 2015 eröffnet. Hier waren maximal 181 Personen untergebracht (10. Dezember 2015). Zuletzt waren die Belegungszahlen in beiden Einrichtungen stark zurückgegangen.

Unermüdlicher ehrenamtlicher Einsatz

Die Hilfsorganisationen des Landkreises sowie zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben in den betroffenen Ortschaften mitgeholfen, die Notunterkünfte einzurichten und die Ankommenden mit Kleidung, Deutschkursen und medizinisch zu versorgen. Sie sorgten in unermüdlichem Einsatz für Kinderprogramme und Integrationshilfe. "Ohne dieses Engagement wäre diese Aufgabe nicht zu bewältigen gewesen. Dafür einen herzlichen Dank", so Landrat Helmut Weiß.