Landratsamt Neustadt a.d.Aisch

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Mountainbiking in und mit der Natur: Naturschutzgebiete sind besonders sensibel

Fahrspuren der Mountainbiker

Mountainbiking ist ein schöner Sport an der frischen Luft und in der Natur. Doch wo darf der Sportler fahren und wo nicht? Die Untere Naturschutzbehörde appelliert: "Bitte nur auf ausgewiesenen Wegen!"

Zwischen Ergersheim und Oberntief befindet sich zum Beispiel das Naturschutzgebiet "Gräfholz und Dachsberge". Dieses Naturschutzgebiet dient insbesondere der Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Laubwaldbeständen und der daran gebundenen wildlebenden Tier- und Pflanzenarten. Mit seinen 350 Hektar ist es eines der großen Naturschutzgebiete Mittelfrankens und zählt zu den landeskundlich besonders wertvollen Wäldern Bayerns. In den letzten Wochen wurden speziell in diesem Gebiet vermehrt Mountainbiker abseits der ausgewiesenen Wege gesichtet.

Generell ist es verboten, das Gelände außerhalb der markierten Wege zu betreten oder gar zu befahren. Trampelpfade oder Fahrradspuren zählen nicht zu den öffentlich ausgewiesenen Wegen, weshalb deren Nutzung rechtswidrig ist. Bei Verstößen können Bußgelder bis zu 25.000 Euro fällig werden.

Zusätzlich befindet sich innerhalb des Naturschutzgebietes am südwestlichen Waldrand ein biotopkartierter Kalk-Magerrasen, auf welchem unter anderem gefährdete Orchideenarten wachsen. Auch hier wurden leider etliche Reifenspuren entdeckt. Die heimischen Orchideen unterliegen dem Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Das Beschädigen kann mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

 "Die einzigartige Natur in diesem Naturschutzgebiet sollte uns allen am Herzen liegen", appellieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde. Sie hoffen deshalb, dass zukünftig lediglich die ausgewiesenen Wege genutzt werden.

Kontakt: Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Untere Naturschutzbehörde, Tel. 09161 92-3223, E-Mail: mailto:naturschutz(at)kreis-nea.de