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Spatenstich an der Deponie

Erweiterung der Erdaushub- und Bauschuttdeponie Uffenheim gestartet

Ein wichtiger Schritt zur infrastrukturellen Weiterentwicklung des Landkreises ist gemacht, mit dem offiziellen Spatenstich startet der Ausbau der Erdaushub- und Bauschuttdeponie „Bei den drei Kreuzen“ südlich von Uffenheim. Die gesamte Erweiterungsfläche umfasst rund drei Hektar, sie ermöglicht ein zusätzliches Verfüllvolumen von circa 500.000 Kubikmeter. Im ersten Bauabschnitt entstehen zwei Regenrückhaltebecken und ein Ablagerungsbereich mit einer Fläche von 10.000 Quadratmetern.

Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts wird bis Ende Oktober gerechnet, die Kosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Die Gesamtmaßnahme ist mit Ausgaben von 5,5 Millionen Euro veranschlagt, davon sind rund 1,9 Millionen Euro allein für die Rekultivierung vorgesehen, informierte Landrat Helmut Weiß beim Spatenstich. In einem kurzen Rückblick erinnerte er an die Entscheidung des Kreisausschusses, die Deponiefläche von der Stadt Uffenheim zu erwerben, um auch im Hinblick auf den Rückgang gemeindlicher Deponien die Entsorgungssicherheit im Landkreis langfristig sicherzustellen. Die Verhandlungen mit der Stadt seien stets fair verlaufen, dankte er dem stellvertretenden Bürgermeister Hermann Schuch, der in Vertretung von Bürgermeister Wolfgang Lampe am Spatenstich teilnahm.

Um die Voraussetzungen für die Erweiterung zu erfüllen, waren umfangreiche Vorarbeiten unter anderem zur Baugrunduntersuchung zu leisten, auch mussten die Belange des Naturschutzes erfüllt und ein landschaftspflegerischer Begleitplan erfüllt werden. Die Erweiterung wird während des laufenden Betriebs der Deponie realisiert, Landrat Weiß bat um Verständnis, dass aufgrund der massiven Erdbewegungen Einschränkungen oder Verzögerungen während der Erweiterungsmaßnahme nicht vollständig zu vermeiden sein werden. Er dankte seinen Mitarbeitern aus dem Sachgebiet Abfallwirtschaft, den beteiligten Baufirmen und dem Planungsbüro für ihre Arbeit.

Zwar werden Recycling und Wiederverwendung von Abfällen zu Recht einen immer wichtigeren Stellenwert einnehmen, dennoch werde allein die Bautätigkeit im Landkreis weiterhin die gefahrlose und umweltgerechte Entsorgung von Abfällen erfordern, sagte Landrat Weiß. Dafür werde mit der Deponieerweiterung die Voraussetzungen geschaffen. Ähnlich sprach stellvertretender Bürgermeister Hermann Schuch von einer wichtigen Entsorgungsmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger im westlichen Landkreis. Es sei von großer Bedeutung, dass die Deponie „Bei den drei Kreuzen“ weiterhin besteht, die Stadt habe ihrerseits bereits an eine Erweiterung gedacht. Angesichts ständig steigender Auflagen und der notwendigen Investitionen habe sich die Stadt aber für den Verkauf an den Landkreis entschieden, er sprach von einer win-win-Situation, durch den Erwerb könne der Landkreis Synergieeffekte nutzen. Abschließend stellte Bastjan Kebinger vom Planungsbüro Coplan AG die technischen Details der Maßnahme vor.