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Sportliches Ziel: "Fahrradfreundlicher Landkreis" in vier Jahren

Bewertungskommission bereiste erstmals den Landkreis

Die Kommission der AGFK schwingt sich gemeinsam mit den Vertretern des Landkreises auf die Räder, um seine Fahrradfreundlichkeit genau unter die Lupe zu nehmen.

Mit Spannung erwartete der Radwegebeauftragte des Landkreises Markus Frank den ersten Besuch der Bewertungskommission der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V.

Vor zwei Jahren beschlossen die Kreisräte im Regionalentwicklungsausschuss die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft zu beantragen. Jetzt war die Zeit reif für eine erste Vorbereisung. Die Mitglieder der Bewertungskommission reisten aus ganz Bayern mit dem Zug an und testeten sogleich mit Leihrädern den Weg vom Bahnhof zum Landratsamt in Neustadt a.d.Aisch. Dort empfing sie Landrat Helmut Weiß mit seinen Mitarbeitern aus dem Verkehrswesen, der Tiefbauverwaltung, der Tourist-Information sowie mit Vertretern der Polizei, dem Staatlichen Bauamt Ansbach, der Stadt Neustadt a.d.Aisch und dem ADFC.

„Mit unserem Radwegekonzept legen wir den Grundstein für ein durchgängiges Radwegenetz für den Alltags- und auch für den Freizeitradler“, erklärte Landrat Helmut Weiß der Kommission und nahm gleich vorweg, dass das Wegenetz und die Infrastruktur in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden. Dazu gehörten geeignete Abstellanlagen, eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, die Minimierung von Gefahrenstellen oder auch fahrradfreundliche Arbeitgeber, so Weiß weiter. Nach einer ausführlichen Präsentation des Radwegebeauftragten über den Ist-Zustand im Landkreis und vielen Nachfragen durch die Bewertungskommission ging es dann auf die Räder.

Bei einer Tour rund um Neustadt a.d.Aisch erhielt die Kommission einen ersten Eindruck vom Landkreis. Am Ende des Tages konnte Radwegebeauftragter Markus Frank dann erleichtert aufatmen: Die Kommission stimmte der Aufnahme des Landkreises in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern zu. Sie sahen viele positive Ansätze um sich zu einem fahrradfreundlichen Landkreis zu entwickeln. Natürlich gebe es auch noch Hausaufgaben zu erledigen: eine einheitliche Beschilderung, einen Winterdienstplan für alltagsrelevante Radwegeverbindungen, die Einbindung in das Bayernetz für Radler, die Darstellung im Internet sowie das mittelfristige Ziel den Radverkehrsanteil im Landkreis zu erhöhen.

Landrat Helmut Weiß dankte der Kommission für ihre die hilfreichen Hinweise und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit. In vier Jahren wird die Kommission erneut den Landkreis befahren um zu prüfen, ob sich der Landkreis zukünftig  „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ nennen darf.