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Böden verbessern - Umwelt schützen - Kompost im Gartenbau, Weinbau und in der Landwirtschaft

Der vom Landkreis hergestellte Kompost bietet hohe Qualität.

Die Witterungen werden zunehmend extremer, weshalb die Landwirtschaft sowie der Wein- und Gartenbau vor immer größeren Herausforderungen stehen. "Der regelmäßige Einsatz von Komposten kann dazu beitragen, dem entgegenzuwirken", erläutern Max Schmidt und Florian Heiselbetz von der Abfallwirtschaft des Landkreises.

Warum Komposte einsetzen?
Zum einen kann durch den Einsatz von Kompost Niederschlagswasser besser eindringen und so die Bodenerosion vermindert werden. Kompost kann somit gut gegen Staunässe wirken. Auf der anderen Seite beeinflusst der Kompost den Wasser-Luft-Haushalt des Bodens und führt so zu einem größeren Porenvolumen im Boden. Er wirkt dann wie ein Schwamm und kann ein Vielfaches seines Eigengewichtes an Wasser aufnehmen, speichern und abgeben. Der Boden erhält so eine höhere Wasserbindung und das kann bei längeren Trockenperioden zu deutlichen Vorteilen im Pflanzenwachstum führen. Auf tonhaltigen Böden führt der Komposteinsatz außerdem zu einem stabilen Ton-Humus-Komplex, wodurch anschließend das Verschlämmen reduziert werden kann. Außerdem wird dem Boden so eine höhere Krümelfähigkeit verliehen, er ist besser durchlüftet und auch besser befahrbar. Das Bodenleben kann durch den Komposteinsatz ebenfalls verbessert werden. Der dadurch aufgebaute Humushaushalt fördert die Anlagerung von Pflanzennährstoffen im Boden, welche dann gespeichert und entsprechend wieder abgegeben werden können. "Der Kompost ist ein Naturprodukt, liefert Nährstoffe, Humus und tut ganz nebenbei der Umwelt gut. Genau das macht seinen Einsatz so attraktiv", fassen die beiden Fachkräfte der Abfallwirtschaft zusammen.

Was ist drin im Kompost?
Das Motto "aus der Region - für die Region" trifft vollumfänglich auf den Kompost des Landkreises zu. Die Abfallwirtschaft stellt zwei verschiedene Arten von Komposten her: Zum einen Grüngutkompost, welcher rein aus Pflanzenabfällen (z. B. aus den Grüngutcontainern) besteht und zum anderen Biogutkompost, welcher zur Hälfte aus Küchenabfällen aus der Biotonne besteht. Beide Arten des Kompostes sind RAL-gütegesichert, also hygienegesichert. Das heißt: keine Pflanzenkrankheiten, keine Unkrautsamen und niedrige Schwermetallgehalte. Außerdem sind die Komposte auf Grundlage der FiBL Nr.125849 geprüft. Das bedeutet, dass diese somit auch für den Einsatz im Bioland/Naturland geeignet sind.

Wo kann ich den Kompost bestellen?
Bei Fragen und für Bestellungen steht die Abfallwirtschaft des Landkreises gerne zur Verfügung: Max Schmidt, Tel. 09161 92-3435 oder Florian Heiselbetz, Tel. 09161 92-3431, E-Mail: abfall(at)kreis-nea.de.