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Hochwasser-Soforthilfe für hochwassergeschädigte Denkmaleigentümer

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat ein Hochwasser Nothilfeprogramm für hochwassergeschädigte Denkmaleigentümer aufgelegt.

Ziel ist es, erforderliche Notmaßnahmen zur Rettung eines Denkmals zu ermöglichen. Im Rahmen des Antragsverfahrens werden Denkmaleigentümer dazu aufgefordert, sich mit der zuständigen Unteren Denkmalbehörde in Verbindung zu setzen zwecks Einschätzung der Erst-/Notsicherungsmaßnahen und/oder mit denkmalerfahrenen Fachleuten (Architekten, Statiker, Zimmerleute etc.).

Das Verfahren ist in drei Stufen gegliedert:

1. Nothilfe bis zu 2.500 Euro: Besonders geeignet zur Notsicherung, für Notverschlüsse und Sachverständigenhonorare. Zur Abrechnung werden Rechnungen für bestimmte Maßnahmen anerkannt gemäß der Liste "förderfähige Maßnahmen" . Die Auszahlung erfolgt auf Grund eines formalen Mittelabrufs unter Beifügung von Rechnungskopien, die "rechnerisch sachlich und richtig" und von der Unteren Denkmalbehörde als "denkmalgerecht" bestätig sein müssen. Ein kleiner Sachbericht und Foto runden den Mittelabruf ab.

2. Nothilfe bis zu 10.000 Euro: Dem Kurzantrag sind zusätzlich Kostenschätzung oder Kostenanschläge beizufügen sowie ein Finanzierungsplan. Die Notwendigkeit und Richtigkeit der Maßnahmen muss vorab von der Unteren Denkmalbehörde oder dem Landesamt für Denkmalpflege formlos bestätigt werden. 

3. Nothilfe über 10.000 Euro: Der Denkmaleigentümer muss einen regulären Antrag auf Förderung einreichen. Vorher bitte Kontakt mit dem für Bayern zuständigen Referenten Dr. Peter Schabe, Tel. 030 626406-363 aufnehmen.

Alle wichtigen Informationen und den Kurzantrag zum Download gibt es auf der Webseite der Stiftung unter: www.denkmalschutz.de/hochwasser-sofortfoerderung 

Soforthilfe für geschädigte gewerbliche Unternehmen und Angehörige freier Berufe

Das Bayerische Wirtschaftsministerium (StMWi) unterstützt die von dem Hochwasser im Juli 2021 betroffenen Unternehmen bei der Bewältigung der Folgen mit einer Soforthilfe. Geschädigte gewerbliche Betriebe und Angehörige freier Berufe mit bis zu 500 Mitarbeitern können die finanzielle Unterstützung ab sofort bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragen.

Antragsberechtigt für das Soforthilfeprogramm des StMWi sind gewerbliche Unternehmen und Angehörige freier Berufe aus den im Juli von Starkregen und Hochwasser besonders betroffenen Regionen, dazu gehört auch der Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim.

Die Soforthilfe beträgt bei nicht versicherbaren Schäden 50 Prozent und bei versicherbaren Schäden 25 Prozent der erstattungsfähigen Ausgaben. Die Unternehmen erhalten mindestens 5.000 Euro und maximal 200.000 Euro. Damit können beispielsweise Kosten für die Schadensbeseitigung, die Reparatur von Gebäuden oder Ersatzbeschaffung von Maschinen erstattet werden. An die Soforthilfe wird sich ein Aufbauhilfeprogramm von Bund und Ländern mit einem Volumen von 30 Milliarden Euro anschließen, dass das Bundeskabinett am vergangenen Mittwoch auf den Weg gebracht hat.

Anträge für die Soforthilfe können bis zum 31. Dezember 2021 bei der jeweils zuständigen Bezirksregierung eingereicht werden https://www.regierung.mittelfranken.bayern.de/aufgaben/40028/40080/soforthilfe_hochwasser_gewerblich/index.html.

Alle Informationen zu der Soforthilfe für Unternehmen und Angehörige freier Berufe sowie weitere Unterstützungsangebote, wie etwa Finanzierunghilfen der LfA Förderbank Bayern, sind auf der Homepage des StMWi unter www.stmwi.bayern.de/service/foerderprogramme/hilfen-nach-naturkatastrophen/  abrufbar.

Hilfsprogramm Hochwasser 2021: Unterstützung für Land- und Forstwirtschaft

Landwirte und Waldbesitzer, die vom Hochwasser Anfang Juli betroffen waren, können auf finanzielle Unterstützung aus dem Hilfsprogramm Hochwasser 2021 hoffen, darüber hat das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in einer Pressemitteilung informiert. Die Rahmenbedingungen stehen inzwischen fest, der Landkreis Neustadt.a.d.Aisch-Bad Windsheim wurde in die entsprechende Gebietskulisse aufgenommen, Anträge können ab sofort gestellt werden. Ausgleichsfähig sind dem Programm zufolge unter anderem Ernteverluste, Schäden an landwirtschaftlichen Maschinen und an Lagerbeständen. Je nach Schadenshöhe können betroffene Betriebe mit Zahlungen
zwischen 2.500 und maximal 100.000 Euro unterstützt werden. Ausdrücklich Bestandteil des Programms sind land- und forstwirtschaftliche Betriebe inklusive Unternehmen aus den Bereichen Gartenbau, Teichwirtschaft und Fischerei.

Detaillierte Informationen zum Hilfsprogramm Hochwasser 2021 sind beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie online auf der Internetseite des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unter https://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/041535/index.php erhältlich.