Führerscheinrecht

Gültige Führerscheine aus einem Drittstaat, wozu die Ukraine gehört, können bis zu sechs Monate nach Wohnsitznahme in Deutschland weiter genutzt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass das entsprechende Mindestalter für die jeweilige Fahrerlaubnisklasse erreicht ist, für PKW gilt beispielsweise ein Mindestalter von 18 Jahren.

In diesen ersten sechs Monaten gilt, dass Kraftfahrzeuge im Umfang des nationalen Führerscheins geführt werden dürfen. Falls auch über diese sechs Monate hinaus Fahrzeuge geführt werden sollen, sollte in diesem sechsmonatigen Zeitraum bereit die Erteilung einer deutschen Fahrerlaubnis beantrag werden.

Es gelten dieselben Vorschriften einer erstmaligen Erteilung dieser Klasse. Lediglich die vorgeschriebene Ausbildung bei einer Fahrschule entfällt, weiterhin vorzulegen sind jedoch Unterlagen wie Erste-Hilfe-Kurs und Sehtest sowie theoretische und praktische Prüfung. Bei weiteren Rückfragen steht die Führerscheinstelle des Landratsamtes unter verkehrswesen(at)kreis-nea.de oder Tel. 09161 92 90900 zur Verfügung.

Kostenlose Nutzung von Bus, Bahn und NEA Mobil

Ukrainische Geflüchtete können den Öffentlichen Personennahverkehr kostenlos nutzen. Hier genügt ein gültiges ukrainisches Ausweisdokument als Ticketersatz.

Im Zugfernverkehr wird ein sogenanntes "0-Euro-Ticket" benötigt. Dieses Ticket kann man mit einer maximalen Vorlaufzeit von drei Tagen - gegen Vorlage eines ukrainischen Ausweises - an jedem Fernverkehrsschalter der Bahn erhalten.

Auch das Angebot des NEA Mobil im Landkreis ist für ukrainische Kriegsflüchtlinge bis auf Weiteres nach Vorlage eines gültigen Ausweisdokuments oder Aufenthaltstitels beim Fahrer vollständig kostenfrei nutzbar. Falls die Fahrt über die App gebucht wird, bitte die Option "Bezahlung im Fahrzeug" wählen. Mehr Infos zum NEA Mobil