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Auf den Spuren historischer Birnen
Burgbernheim ist für seine weitläufige Streuobstlandschaft und die Vielfalt alter Birnensorten bekannt. Bei einer Birnensortenexkursion entdeckten die Teilnehmenden auf einer rund zwei Kilometer langen Strecke durch die Streuobstwiesen im Gründlein zahlreiche historische Sorten.
Unter der Leitung von Florian Kleinschroth, Streuobstberater des Landkreises, wurden gemeinsam mit Steffen Kahl, Pomologe und Leiter des Bereichs Sortenbestimmung und Sortenkartierung der Schlaraffenburger Streuobstakademie, 34 Bäume untersucht. Dabei konnten 18 verschiedene Birnensorten sicher bestimmt werden. Darunter waren die Hänserbirne, eine historische Lokalsorte aus Unterfranken, die Metzer Bratbirne sowie die Tafelbirne Präsident Drouard.
Einige Bäume konnten bislang keiner Sorte zugeordnet werden. Gerade bei den alten Exemplaren sind weitere Untersuchungen interessant, da sich darunter möglicherweise seltene oder bislang unbekannte Sorten befinden. Genetische Analysen könnten künftig helfen, ihre Identität und Verwandtschaft zu bekannten Sorten zu klären.
Neben der Sortenvielfalt wurde auch die ökologische Bedeutung der alten Bäume deutlich. Rindenritzen, Mulmhöhlen und abgestorbene Bereiche bieten zahlreichen Tieren Lebensraum und machen die Streuobstwiesen zu wertvollen Lebensräumen für die Artenvielfalt.
Bei einer Mostkostprobe, begleitet von Streuobstmanagerin Antonia Zink, konnten die Teilnehmenden zudem verschiedene Sorten geschmacklich kennenlernen. Darunter war auch sortenreiner Birnenmost aus der Schweizer Wasserbirne.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim im Rahmen des Projekts „Mehr Baamaland für Frankens Mehrregion“ und der Streuobstberatung der Unteren Naturschutzbehörde statt. Als Teil des Bayerischen Streuobstpakts wurde sie durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert.
