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KoKi-Netzwerktreffen der Frühen Hilfen

Wenn Geburt Spuren hinterlässt

Referentin Kim Kolb beim Netzwerktreffen im Sitzungssaal des Landratsamtes

Ein Baby schläft friedlich im Arm seiner Mutter. Von außen betrachtet scheint alles perfekt. Doch was niemand sieht: Die Erinnerungen an die Geburt lassen die junge Frau nicht los. Statt Glück und Leichtigkeit bestimmen Ängste, Unsicherheit und belastende Gedanken ihren Alltag. So oder ähnlich erleben manche Eltern die Zeit nach der Geburt ihres Kindes – ein Thema, das oft im Verborgenen bleibt.

Kaum ein Ereignis verändert das Leben eines Menschen so tiefgreifend wie die Geburt eines Kindes. Meist verbinden wir diese Zeit mit Freude, Glück und einem neuen Lebensabschnitt. Doch leider wird nicht jede Geburt als positives Erlebnis wahrgenommen. Belastende oder sogar traumatische Erfahrungen rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Baby können Spuren hinterlassen und die psychische Gesundheit von Eltern nachhaltig beeinflussen und die frühe Bindung stark beeinflussen.

Um Familien in dieser sensiblen Lebensphase bestmöglich begleiten und unterstützen zu können, lud die KoKi – Koordinierungsstelle Frühe Hilfen in Kooperation mit der Schwangerschaftsberatungsstelle des Gesundheitsamtes zum Netzwerktreffen der Frühen Hilfen unter dem Titel „Wenn Geburt Spuren hinterlässt – psychische Belastungen rund um die Geburt und die erste Zeit mit Baby“ ein.

Insgesamt 32 Fachkräfte aus dem gesamten Landkreis folgten der Einladung und nutzten die Veranstaltung zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung. Vertreten waren Mitarbeitende aus Beratungsstellen und der Frühförderung, Hebammen, die Schwangerschaftsberatungsstellen, Fachkräfte der KoKi sowie des Jugendamtes und weitere Akteurinnen und Akteure der Frühen Hilfen.

Als Referentin war Kim Kolb vor Ort. Mit ihrer großen fachlichen Expertise und den Erfahrungen aus ihrer eigenen Beratungspraxis „Sichtwechsel“ eröffnete sie den Teilnehmenden neue Perspektiven auf die vielfältigen psychischen Belastungen, die im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt und der frühen Elternschaft auftreten können. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, betroffene Familien frühzeitig wahrzunehmen, ihnen mit Verständnis zu begegnen und passende Unterstützungsangebote bereitzustellen.

Die Veranstaltung bot zahlreiche wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit mit Schwangeren, 

Eltern und Familien mit kleinen Kindern. Der intensive Austausch, die unterschiedlichen fachlichen Blickwinkel und die Möglichkeit zur Vernetzung machten das Treffen zu einer rundum gelungenen und bereichernden Veranstaltung.

Die KoKi leisten damit einen wichtigen Beitrag, um Familien in herausfordernden Lebenssituationen frühzeitig zu unterstützen und die Zusammenarbeit der beteiligten Fachstellen im Landkreis weiter zu stärken. Denn gerade dann, wenn eine Geburt Spuren hinterlässt, kann ein gut vernetztes Hilfesystem entscheidend sein.