Was ist im Landkreis los?
Landrat Dr. Christian von Dobschütz berichtet
Die Kolumne “Aus Amt & Kreis” erscheint schriftlich alle zwei Wochen in jedem Landkreisjournal bzw. können Sie diese auch hier lesen (siehe unten). Zudem gibt es zu wichtigen Themen auch regelmäßig eine Videobotschaft auf Youtube unter https://www.youtube.com/playlist?list=PL06M6tvxBuJmL6zrEOQS6BYBCWO2WrvVV (externer Link).
Viel Spaß beim Lesen und Ansehen!
Weiterführende Links
Aus Amt & Kreis
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommunalwahlen sind vorüber. Viele Bürgerinnen und Bürger haben Verantwortung übernommen, kandidiert, diskutiert und sich zur Wahl gestellt. Darauf kommt es an! Demokratie lebt vom Mitmachen. Sie braucht Menschen, die bereit sind, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Gerade in den vergangenen Jahren ist diese Aufgabe nicht unbedingt leichter geworden. Umso mehr ist es mir ein Bedürfnis „Danke“ zu sagen. Danke, all jenen, die angetreten sind und nicht gewählt wurden. Das ist wahrlich keine Schande. Vielmehr zeugt es von Größe und den Glauben an die Sache, gegebenenfalls auch auf weniger aussichtsreichen Positionen seine Kandidatur erklärt zu haben. Mein Dank gilt zudem allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, die nun aus ihren Ämtern ausscheiden. Sie haben über viele Jahre hinweg Zeit, Kraft und Herzblut in ihre Gemeinden eingebracht, Entscheidungen getroffen und Projekte angestoßen. Oft im Ehrenamt und nicht selten auch unter schwierigen Rahmenbedingungen. Dieses Engagement verdient unser aller Anerkennung und aufrichtigen Dank. Gleichzeitig gratuliere ich allen neu gewählten Amtsträgerinnen und Amtsträgern sehr herzlich. Ich wünsche ihnen, ich wünsche Euch, viel Freude an der Aufgabe sowie eine glückliche Hand bei den künftigen Entscheidungen. Ich sage schon jetzt meine volle Unterstützung zu, da, wo ich helfen kann. Willkommen in unserer Kommunalfamilie.
Themenwechsel: Die Zulassungsstellen unseres Landkreises sind für viele Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Anlaufstelle. In den vergangenen Monaten standen wir allerdings immer wieder vor einem Problem: Personalknappheit. Dadurch mussten die Außenstellen in Uffenheim und Scheinfeld, teilweise auch kurzfristig, schließen. Gleichzeitig können wir in Zeiten eines angespannten Haushalts nicht einfach mehrere neue Stellen schaffen, sondern müssen mit den vorhandenen Kräften verantwortungsvoll arbeiten. Aus dieser Situation heraus habe ich letztlich die Idee eines „Rotationsmodells“ auf den Weg gebracht, das derzeit vorbereitet wird. Dessen Kerngedanke ist einfach: Die Mitarbeitenden der Zulassungsstellen rotieren zwischen den vier Standorten Neustadt a.d.Aisch, Bad Windsheim, Uffenheim und Scheinfeld. So können wir mit den vorhandenen Kolleginnen und Kollegen einen stabilen Betrieb organisieren und gleichzeitig alle Standorte erhalten. Konkret ist vorgesehen, dass die Außenstellen Uffenheim und Scheinfeld jeweils an einem festen Tag pro Woche
geöffnet sind. An diesen Tagen bleibt jeweils eine der größeren Zulassungsstellen in Bad Windsheim beziehungsweise Neustadt a.d.Aisch geschlossen. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll dienstags Uffenheim geöffnet sein und mittwochs Scheinfeld. Parallel arbeiten wir daran, noch offene Stellen im Bereich der Zulassung zu besetzen. Überdies sollen über die digitale Terminvereinbarung auch in den Außenstellen Wartezeiten reduziert und die Planbarkeit des Besuchs bei uns verbessert werden. Für den Start des Rotationsmodells sind die Sommermonate anvisiert.
Schließlich möchte ich Ihnen von einem, wie ich finde großartigen Projekt berichten: Die Einführung der App „Region der Lebensretter“ im Zweckverband „für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung“ in Westmittelfranken. Diesem Verband gehören, neben unserem Landkreis, auch die Stadt Ansbach sowie der Landkreis Ansbach an. Worum geht es? Erreicht ein Notruf unsere neue Leitstelle – etwa bei einem Herzstillstand –, werden über die besagte App medizinisch ausgebildete Ersthelfer in unmittelbarer Nähe mitalarmiert. Denn diese können häufig schneller vor Ort sein als der Rettungsdienst und direkt mit lebensrettenden Maßnahmen beginnen. Solange bis professionelle Hilfe eintrifft. Der Impuls, dieses System auch in unserer Region einzuführen, wurde vor einiger Zeit von einem Neustädter Stadtrat an mich herangetragen. Die Idee hat mich sofort überzeugt, weil sie zeigt, wie moderne Technik und bürgerschaftliches Engagement zusammenwirken können. Deshalb habe ich mich gerne dafür eingesetzt, dass wir diesen Ansatz auch bei uns umsetzen. Entscheidend ist nun, dass möglichst viele Menschen mit medizinischer Ausbildung oder entsprechenden Kenntnissen mitmachen. Denn nur mit vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern gelingt eine flächendeckende Verbesserung unserer Notfallversorgung. Nähere Informationen zu dem Projekt und wie Sie sich einbringen können, finden Sie auf Seite 12 . Ich sage bereits jetzt: Danke, dass Sie mithelfen möchten!
Eine zuversichtlichen Frühling wünscht
Ihr Dr. Christian von Dobschütz
Landrat
