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Studie zu Folgen des Klimawandels für Streuobstwiesen

Alternative Pflanzverfahren für mehr Klimaresilienz finden im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim bereits erste Anwendungen

Kleiner Apfelbaum im Freien, geschützt mit Draht

Einjährige Apfel-Sämlinge aus Trestersaat auf der Versuchsfläche des Baamaland-Projekts in Burgbernheim.

Die Hochschule Weihenstephan‑Triesdorf hat in Kooperation mit der Technischen Universität München untersucht, welche regionalen Auswirkungen der Klimawandel auf den Streuobstanbau hat. Die Folgen sind bayernweit stark unterschiedlich ausgeprägt, so dass exemplarisch für fünf Regionen Anpassungsstrategien in Form von Steckbriefen entwickelt wurden.

Maßnahmen bei Klimawandel

Hitzewellen, Trockenheit, Spätfrostschäden oder massive Hagelereignisse sind einige der bekannten Folgen des Klimawandels. Darüber hinaus wurde in dem Forschungsprojekt „Streuobstwiesen im Klimawandel (StreuWiKlim)“ auch auf die mögliche Zunahme von Baumkrankheiten oder den Schädlingsbefall eingegangen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Streuobst-Besitzerinnen und -besitzer dem Klimawandel nicht hilflos ausgeliefert sind. Sie können durch Standortwahl, Anlage von Hecken, vielfältige Obstsorten bzw. Baumarten und eine fachgerechte Pflege vieles abmildern. Eine einfache Maßnahme ist z.B. der Stammanstrich. Darüber hinaus können neue Pflanzverfahren und Wurzelunterlagen, auf denen das Obst veredelt wird, die Überlebensbedingungen von Obstbäumen deutlich verbessern. Hier forschen derzeit die Landesanstalt für Wein- und Gartenbau sowie der Pomologen-Verein e.V. Der Landschaftspflegeverband Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim e.V. wendet gemeinsam mit der unteren Naturschutzbehörde und der Stadtgärtnerei Burgbernheim die alternativen Pflanzverfahren bereits auf mehreren Versuchsflächen an. Für die konkrete Beratung im Landkreis können sich Interessierte an die Kreisfachberater Richard Krämer und Joris Callens oder die Streuobstberater Antonia Zink und Florian Kleinschroth wenden.

Streuobstwiesen als wichtiges Ökosystem erhalten

Als traditionelles, extensives Agrarökosystem fördern Streuobstwiesen die Biodiversität, erbringen wichtige Ökosystemleistungen (z. B. Obstproduktion, Mikroklima- und Wasserregulierung) und prägen Erholung, Landschaftsbild sowie Kulturerbe. Allerdings stehen sie durch Überalterung der Bestände, fehlende Bewirtschaftung und mangelnde Nutzbarkeit unter Druck. Klimaveränderungen erhöhen diesen Druck und stellen die Bewirtschaftenden vor regional unterschiedliche Herausforderungen. 

Weiterführende Informationen

Die Forschungsergebnisse können hier eingesehen werden: https://streuwiklim.squarespace.com/

Beratungsangebote für weitere Landkreise gibt es hier: https://www.streuobstpakt.bayern.de/ansprechpartner/index.html