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Tiny Food Forest

Naturpädagogische Pflanzaktion für die junge Zukunft Burgbernheims

Generationenübergreifendes Engagement: Zahlreiche Helferinnen und Helfer legten gemeinsam den TinyFoodForest an.

Generationenübergreifendes Engagement: Zahlreiche Helferinnen und Helfer legten gemeinsam den TinyFoodForest an.

Bei bestem Winterwetter fiel am Samstag, 20. Dezember 2025, um 09:00 Uhr der offizielle Startschuss für die Pflanzaktion „Tiny Food Forest“ in Burgbernheim. Bereits in den frühen Morgenstunden waren engagierte Helferinnen und Helfer vor Ort, um Wege zu markieren und die ersten Pflanzlöcher auszuheben. Initiiert wurde die Aktion von Florian Kleinschroth, Streuobstberater und Ideengeber des Projekts, der von Beginn an tatkräftig mit anpackte. Kurz nach Pflanzbeginn trafen die ersten Familien ein. In gemeinschaftlicher Atmosphäre, begleitet von Stockbrot, Bratwürsten und heißem Apfelpunsch, wurden im Laufe des Tages rund 750 junge Gehölze auf einer Fläche von etwa 250 Quadratmetern gepflanzt.

Die Pflanzung erfolgte nach der sogenannten Miyawaki-Methode, bei der pro Quadratmeter drei Pflanzen gesetzt werden. Dieses Konzept geht auf den japanischen Botaniker Akira Miyawaki zurück und basiert auf einer besonders dichten, standortgerechten Bepflanzung, die ein schnelles Wachstum und die Entwicklung eines stabilen Mini-Waldökosystems ermöglicht. Ein „Tiny Food Forest“ ist damit ein naturnaher Waldgarten, der selbst auf kleinster Fläche entsteht und ökologische wie auch pädagogische Mehrwerte bietet.
In Burgbernheim kamen insgesamt 21 verschiedene Baum- und Straucharten zum Einsatz, überwiegend wilde Obstgehölze. Darunter befinden sich unter anderem Mehlbeere, Esskastanie, Wildbirne und Steinweichsel. Ziel ist es, nicht nur der Natur etwas zurückzugeben, sondern insbesondere der zukünftigen Streuobstkindergruppe eine essbare Vielfalt und einen lebendigen Lernort näherzubringen.
Rund 50 Teilnehmende aller Altersgruppen beteiligten sich über den Tag hinweg an der Aktion. Bis etwa 16:00 Uhr wurde gemeinsam gepflanzt, bevor die jungen Triebe am Nachmittag durch einen Wildzaun vor Verbiss geschützt wurden.
Ein weiterer ökologischer Baustein des Projekts war der Einsatz von mit Pilzen geimpfter Pflanzenkohle. Die sogenannten Mykorrhiza-Pilze zersetzen organisches Material im Boden und gehen gleichzeitig eine Symbiose mit den feinen Wurzeln der Gehölze ein. Auf diese Weise unterstützen sie den Nährstoffaustausch und fördern das gesunde Wachstum der Pflanzen.

So entsteht in Burgbernheim ein neuer Ort der Begegnung, der Bildung für nachhaltige  Entwicklung ermöglicht und zugleich Raum für eine bürgerwissenschaftliche Begleitung bietet.

Die Pflanzaktion ist eine Maßnahme des Landschaftspflegeverbands Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim und Teil des Projekts „Mehr Baamaland für Frankens Mehrregion“. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Bayerischen Streuobstpakts aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz und fand in Kooperation mit dem Streuobstberater der Naturschutzverwaltung des Landratsamts statt.