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Ein „besonderes Jahr“
Rund 80 Interessierte waren der Einladung des Landratsamtes Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim am Freitag, 30. Oktober, nach Dettendorf gefolgt: Die Verantwortlichen um Landrat Dr. Christian von Dobschütz, Abteilungsleiter Robert Linke und Abfallwirtschaft-Sachgebietsleiter Gerhard Droßel hatten auf die Energie- und Verwertungsanlage (EVA) eingeladen, um bei einem Rundgang gemeinsam einen Überblick über die Arbeiten der vergangenen Monate zu geben.
Landrat Dr. Christian von Dobschütz und Sachgebietsleiter Gerhard Droßel sprachen von einem „besonderen Jahr“ auf der Deponie: So liefen verschiedene Arbeiten auf der Anlage, um die Endabdichtung und Renaturierung der ehemaligen Hausmülldeponie weiter voranzutreiben. Seit der Zweckvereinbarung mit dem Müllheizkraftwerk Würzburg aus dem Jahr 2004 diene die EVA in Dettendorf in Sachen Restmüll (und teilweise Sperrmüll) nicht mehr als Deponie, sondern viel mehr als Umschlagplatz für Abfälle und Wertstoffe. Die Fertigstellung der Oberflächenabdichtung und des Neubaus der Werkstatt stellte Thomas Grewe, Projektleiter für Baumaßnahmen, für den Sommer 2027 in Aussicht.
„Wir stellen uns damit nachhaltig für die Zukunft auf und haben einen großen Teil unserer Aufgaben bereits erfüllt. Als Landkreis nähern wir uns mit großen Schritten dem Ende des Zyklus, der uns mit Blick auf die Abfallwirtschaft für die nächsten 15 bis 20 Jahre sehr gut vorbereitet“, betonte Landrat Dr. Christian von Dobschütz.
Besonders sei das Jahr aber auch aufgrund eines negativen Ereignisses gewesen: der Brand Anfang August. Damals war Müll, der in einer Halle gelagert worden war, in Brand geraten. Sieben alarmierte Feuerwehren sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung hatten den Brand glücklicherweise relativ schnell im Griff, es entstand dennoch ein Schaden von rund 250.000 Euro. „Mein persönlicher Dank geht an die Kameradinnen und Kameradinnen, die so schnell vor Ort waren“, dankte Landrat Dr. Christian von Dobschütz den Helfern.
Als Reaktion auf den Brand hatte es unter anderem einen Runden Tisch mit den Ortsfeuerwehren und dem Kreisbrandrat im September gegeben. Zudem wurden Thermalkameras installiert, die Löschwasserteiche gereinigt und das Frühwarnsystem optimiert. „Neben allen präventiven Maßnahmen möchte ich aber nochmals an Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, appellieren. Um solche Brände zu verhindern ist es unabdingbar, dass Batterien und Akkus von Elektrogeräten wie E-Zigaretten strikt von anderen brennbaren Materialien getrennt werden“, betonte Landrat Dr. Christian von Dobschütz.
Konkret spürbar werden die Veränderungen bald im Wertstoffzentrum: Hier läuft zeitnah eine Testphase mit offener Ausfahrtsschranke an. „Unser Ziel ist es, die Durchlaufzeiten für einen besseren Bürgerservice zu verkürzen. Dafür stellen wir auf eine Bezahlung direkt bei der Einfahrt um“, erklärte Andreas Horneber, Technischer Leiter und Betriebsleiter der EVA. Infolgedessen fielen sowohl der Zaun und der Kassenautomat weg, um einen besseren Verkehrsfluss zu ermöglichen. „Wir bitten in der Test- und Pilotierungsphase um Verständnis und Akzeptanz für Veränderungen und zählen darauf, dass viele Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Karte bezahlen“, ergänzte Andreas Horneber.
