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Schätze der Streuobstwiese
Im Rahmen des Projekts „Mehr Baamaland für Frankens Mehrregion“ fand ein Tasting-Abend in der neuen Dorfgemeinschaftshalle in Reusch statt. In Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim und dem Obst- und Gartenbauverein Reusch kamen rund 30 Teilnehmende zusammen, um in entspannter Atmosphäre hochwertige Edelbrände zu verkosten und ihr Wissen rund um Streuobst zu vertiefen.
Nach der herzlichen Begrüßung durch Helga Kerwagen, Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbands Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, eröffnete Markus May, Baumwart und Vorstand der Triesdorfer Baumwarte, den Abend mit einem informativen Impulsvortrag. Er beleuchtete die Bedeutung von Streuobstwiesen für Gesundheit, Biodiversität und Kulturerhalt.
Anschließend stellte Mathias Krönert, Fachberater für Brennereiwesen an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim, das Projekt der sortenreinen Edelbrände vor. Dabei wurde unter anderem sein persönlicher Favorit, ein Edelbrand aus Speierling, verkostet. Der Speierling gilt als sogenannter Zukunftsbaum, da er aufgrund seines tiefreichenden Wurzelwerks auch längere Trockenperioden gut übersteht.
Mathias Krönert verdeutlichte, wie viel Zeitgeist und Innovationskraft notwendig sind, um heute ein Produkt zu entwickeln, das sich klar von anderen abhebt. Unter dem Leitgedanken „alt & selten“ werden nur solche Sorten in das Sortiment aufgenommen, die andernfalls kaum Zukunftsperspektiven hätten. Interessierte Brennereien haben weiterhin die Möglichkeit, sich dem Projektverbund anzuschließen.
Im weiteren Verlauf des Abends präsentierten Karola Henninger und ihr Sohn Ruben von der Edelbrennerei Henninger aus Flachslanden eine Auswahl ihrer Streuobst-Edelbrände. Verkostet wurden unter anderem Roter Boskoop, Birnenbrand, Zwetschgenbrand, Kirschwasser, Mirabellenbrand und Quittenbrand. Sowohl die hohe Qualität der Brände als auch das fundierte Fachwissen der Familie Henninger beeindruckten die Teilnehmenden nachhaltig.
Für den kulinarischen Ausklang sorgte der Obst- und Gartenbauverein Reusch mit frisch gebackenem Flammkuchen in zwei Varianten. Besonders großen Anklang fand eine kreative Kombination aus Camembert, Birne und Walnüssen, verfeinert mit Honig.
„Mehr Baamaland für Frankens Mehrregion“ ist ein Projekt im Rahmen des Streuobstpakts und wird mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz gefördert. Ziel des Projekts ist es, in den drei Projektgemeinden Weigenheim, Burgbernheim und Burghaslach nicht nur die Pflanzung und Pflege von Streuobst zu stärken, sondern auch Wissen und Bewusstsein rund um das Thema Streuobst zu vermitteln.
