Naturnah und einfach zu handhaben

Hitze, Trockenheit und Starkregen nehmen zu. Um den Wetterextremen zu begegnen, ist es essenziell, Wasser in der Landschaft zu halten. Viele kleine Maßnahmen an Gewässern, in Siedlungen sowie in Flur und Wald gewinnen an Bedeutung. Kommunen haben hierbei eine Schlüsselfunktion.

Um einige Anregungen hinsichtlich Unterhalt und Ausbau zu geben, sind Ideen mit dem Ziel zusammengestellt, mehr Wasser zurückzuhalten und die Gewässer in ökologischer Hinsicht zu verbessern. In diesem Zusammenhang stehen Kommunen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit oft vor der Aufgabe fachliche und rechtliche Entscheidungen zu treffen. 

Die Handlungsempfehlung für Kommunen und Bauhöfe für MEHR Klimaresilienz gibt einen Überblick über Maßnahmen, die frei durchgeführt werden können oder aber mit den Behörden abgestimmt bzw. genehmigt werden müssen. 

Zur Verdeutlichung dient ein „Ampelsystem:“.

NUTZUNGSHINWEISE

Für viele Flächen im Zuständigkeitsbereich der Kommunen gibt es bereits  naturschutz- und artenschutzrechtliche, sowie wasserrechtliche Vorgaben, die zu beachten sind. 

Bei Überlegungen und Planungen von Maßnahmen ist es empfehlenswert vorab zu prüfen, ob bereits Vorgaben, Konzepte oder Genehmigungen für das jeweilige Gebiet vorliegen. Hier bitten wir darum, frühzeitig Kontakt mit den unten genannten staatlichen Stellen aufzunehmen. So können Abstimmungen rechtzeitig erfolgen und eine fachgerechte sowie reibungslose Umsetzung sichergestellt werden. 

Beispiele für naturschutz-, artenschutz- und wasserrechtliche Gebiete sind Trinkwasserschutzgebiete, festgelegte Überschwemmungsgebiete, Fauna-Flora-Habitat Gebiete, Wiesenbrüter-Gebiete, Bachmuschelgewässer, Biotopkartierung (Flachland), FFH Mähwiesen und Vogelschutzgebiete. 

Eine erste Übersicht ist im BayernAtlas einsehbar (Karten sind bereits voreingestellt).

Es empfiehlt sich, eine Gebietskulisse des jeweiligen Gemeindegebietes anzufertigen und diese regelmäßig zu aktualisieren (beispielsweise im Rahmen des Flächennutzungsplans und/oder der Landschaftsplanung).

Beratende staatliche Stellen

Ihre staatliche Stellen stehen bei der Planung, Vorbereitung und Umsetzung von Maßnahmen gerne beratend zur Seite. Ziel ist es, praxisnahe Unterstützung für die Realisierung der Bausteine zu bieten, fachliche Fragen zu klären und gemeinsam nachhaltige sowie wirtschaftliche Lösungen zu entwickeln.

Umgesetzte Projekte und Veranstaltungen

Ein erstes Bauhoftreffen zum Thema MEHR Klimaresilienz in unseren Kommunen hat am 13. April 2026 in Markt Erlbach stattgefunden. 

Neben der Vorstellung und Erläuterung der Handlungsempfehlung für MEHR Klimaresilienz und fachlichem Input seitens des Wasserwirtschaftsamtes und der Unteren Naturschutzbehörde, stand der interaktive Diskussionspart zu den Themen: 

  • Grabenpflege
  • trockenheitsangepasste Baum- und Pflanzenarten, sowie deren Bewässerungsmöglichkeit
  • Beschattung und Initialmaßnahmen am Gewässer
  • Dammstrukturen an Gräben 

im Fokus. 

Erfreulicherweise konnten bereits erste Umsetzungsideen gesammelt und die Planungen hierfür begonnen werden.