Digitalisierung der Energieversorgung

Was bedeutet das für mich?

Zuhause wird die Digitalisierung der Energieversorgung durch Smart Meter ermöglicht. Sie helfen, den Stromverbrauch aus dem Netz zu reduzieren und Geld zu sparen. Auch erleichtern sie, den Strom aus der eigenen PV-Anlage sinnvoll zu nutzen, z.B. beim Waschen.

Vorteile der Nutzung von Smart Metern

  • Zeitgenaue Erfassung des Stromverbrauchs
  • Ermöglicht schneller Stromfresser im Haushalt zu erkennen → es kann Geld gespart werden
  • Strom kann monatsgenau abgerechnet werden statt Abschlägen
  • Automatisiertes Ablesen der Stromzähler
  • Hilft auch die Energieerzeugung im Blick zu behalten
  • Steigerung des Eigenverbrauchs

Technische Umsetzung durch den Messstellenbetreiber

  • Einbau des Smart Meters durch Netzbetreiber
  • Übertragung der Daten an den Messstellenbetreiber
  • Einrichtung und Freischaltung des Systems
  • Anzeige des Verbrauchs

Weiterführende Informationen zu Smart Metern unter BMWE | Smart Meter: Strom intelligent nutzen (externer Link)

Ausbau Erneuerbarer Energien

zielführende Nutzungsmöglichkeiten

Der Energienutzungsplan+ zeigt, dass im Landkreis ein gezielter Ausbau der Erneuerbaren Energien forciert werden sollte. Besonders gilt dies für kleine dezentrale Photovoltaikanlagen (bis 7 kWp) im Eigenbedarf kombiniert mit der Wärmeerzeugung (Sektorenkopplung).

Tipps zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Eigenheim

  • Potential und Wirtschaftlichkeit für eine Dach-PV-Anlage im Solaratlas ermitteln
  • Balkonkraftwerk nutzen, dies ist auch für Mieter möglich
  • Mieterstrommodelle nutzen: Vermieter installieren Solaranlagen auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses und verkaufen den erzeugten Strom direkt vor Ort an die Mieter
  • PV-Anlage mit einem Batteriespeicher kombinieren, um die Sonnenenergie zu speichern und dann zu nutzen, wenn keine Sonne scheint
  • PV-Anlagen mit der Wärmeversorgung koppeln, z.B. Überschussstrom mit Heizstab nutzen

Tipps zur netzdienlichen Nutzung von Photovoltaik

Die Erzeugung aus Photovoltaik erzeugt eine Mittagsspitze im Stromnetz, diese kann durch netzdienliches Verhaltenabgeschwächt werden:

  • Laden des Speichers und Zuschalten von Verbrauchern in den Mittagsstunden.
  • PV-Überschuss zum E-Auto-Laden nutzen

Voraussetzung: Erzeuger und Verbraucher müssen über Schnittstellen kommunizieren

Netzausbau und Stromnutzung

Tipps für eine Stromentzfreundliche Nutzung

Unter anderem durch Wärmepumpen und Elektroautos steigt unser Strombedarf, gleichzeitig wird mehr Strom aus Wind und Sonne in das Netz eingespeist: Das Stromnetz muss ausgebaut werden und Strom sollte netzfreundlich (netzdienlich) verbraucht werden.

Grund für den Netzausbau

Die Stromerzeugung durch große Kraftwerke wurde durch viele kleine Einspeiser (PV-Anlagen, Windräder) abgelöst. Dadurch werden neue Anforderungen an die Netze und Knoten (Umspannwerke) gestellt.

Ziel des Netzausbaus

Das regionale Verteilnetz wird so ausgebaut, dass mehr erneuerbare Energie aufgenommen und verteilt werden kann und die steigenden Bedarfe abgedeckt sind.

Tipps einer netzdienlichen Stromnutzug

1. Gleichzeitigkeit von Stromverbrauch und -Bezug reduziert im Optimalfall Netzausbaukosten und langfristig den Strompreis

2. Stromnutzung während der Mittagsstunden: In dieser Zeit wird am meisten Solarstrom ins Netz eingespeist

  • Waschmaschine, Spülmaschine oder ähnliches anstellen
  • Wärmepumpe am Tag einschalten
  • Wenn vorhanden: Elektrofahrzeug laden

3. dynamischen Stromtarif nutzen und finanziell profitieren: Mittags steht am meisten Strom zur Verfügung, der Strompreis ist am niedrigsten

Allgemeine Informationen zum Netzausbau in Bayern unter https://www.energieatlas.bayern.de/energiewende-in-bayern/stromnetze (externer Link)