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Was hilft gegen Maden und unangenehme Gerüche?
Hohe Temperaturen und Feuchtigkeit führen im Sommer häufig zu Madenbefall in Biotonnen. Das warme, feuchte Milieu bietet ideale Bedingungen für die Eiablage von Fliegen und die Entwicklung ihrer Larven. Auch die Geruchsentwicklung wird oft als unangenehm empfunden.
Tipps zur Vermeidung
Dagegen kann man etwas tun. Zum Beispiel sollten Küchenabfälle gut vorgetrocknet werden, das ist effektiver als sie in geschlossenen Behältern zu sammeln. Die Abfälle sind in Zeitungspapier (kein Hochglanzpapier) oder Papiertüten einzuwickeln. Hilfreich ist auch, den oberen Tonnenrand regelmäßig mit Essig zu bestreichen oder einzusprühen, in der Tonne Grünschnitt oder unbehandelte Holzeinstreu zwischenzugeben oder/und Algenkalk oder Gesteinsmehl (beides im Baumarkt erhältlich) über die Abfälle zu streuen. Ein weiterer Tipp: Deckel immer vollständig schließen und den Biofilterdeckel mit dem sprechenden Namen „Madenlos“ benutzen. Dieser ist für 30,00 Euro an allen Wertstoffhöfen im Landkreis erhältlich. Der Standort der Tonnen sollte schattig und möglichst kühl im Freien gewählt werden, denn so verlangsamen sich die Zersetzungsprozesse. Geschlossene Räume wie Garagen sind ungeeignet, da sich dort Schimmelsporen anreichern können. Nach der Leerung die Tonne am besten mit Wasser reinigen und eine Lage zerknüllten Zeitungspapiers zur Feuchtigkeitsbindung einlegen.
Maßnahmen bei Madenbefall
Wenn dann doch ein Madenbefall festgestellt wird, ist das kein hygienisches Problem, es wird aber häufig als unangenehm empfunden. Auch dann gibt es noch einen Tipp: Vögel nutzen Maden als Nahrung, daher kann eine kurzzeitige Öffnung der Tonne am frühen Morgen sinnvoll sein. Eine längere Offenhaltung ist jedoch zu vermeiden, um keine anderen, unerwünschten Tiere anzulocken. Von chemischen Mitteln wird abgeraten, da diese Umwelt und Kompost belasten und potenziell gesundheitsschädlich sein können.
